11.12.2014, 18h: Kritischer Rundgang über den IG Farben Campus. Geschichte eines Kampfs um Aufarbeitung der Vergangenheit

Termin für den nächsten Rundgang: 11.12.2014, 18 Uhr. Treffpunkt ist im IG Farben Foyer.

 

Der Umzug der Frankfurter Universität vom Campus Bockenheim auf den sogenannten Campus Westend, ehemals Hauptverwaltung der IG Farbenindustrie AG, die in mehrfacher Weise an der Shoah beteiligt war, wurde von Anfang an von geschichtspolitischen Auseinandersetzungen zwischen Universität, Studierenden, Fritz Bauer Institut und Überlebenden des von der IG Farben betriebenen KZ Auschwitz III Monowitz begleitet.
Dass sich auf dem von uns IG Farben Campus genannten Gebiet heute Zeugnisse der Geschichte dieses Ortes finden, ist nicht etwa durch die Universität, sondern gegen sie durchgesetzt worden. Eingefordert und erzwungen werden sollte ein Umgang der Universität Uni100_6mit diesem Ort, der wenigstens in Ansätzen mit »Aufarbeitung der Vergangenheit« beschrieben werden kann; oftmals erfolglos. Wesentliche Forderungen wie die nach der Umbenennung des Grüneburgplatz in Nobert-Wollheim-Platz befinden sich erst jetzt, nach einem Jahrzehnt, in Umsetzung. Aber immerhin, so muss man sagen, gibt es mittlerweile einiges, was an die Geschichte der IG Farben erinnert.
Die Führung soll die wesentlichen Etappen dieses Kampfs um Aufarbeitung der Vergangenheit anhand einiger Orte auf dem IG Farben Campus rekonstruieren. Dabei soll sowohl die Architektur des IG Farben Hauses, die Teile der Dauerausstellung zur IG Farben AG, die Gedenkplatten sowie das Norbert-Wollheim-Memorial vorgestellt werden.

Bild von hier: http://www.zuendwerk-feuerwerk.de/uploads/pics/Uni100_6.jpg

Ringvorlesung 40 Jahre Freie Schule Frankfurt

hiermit möchten wir auf eine interessante Veranstaltungsreihe hinweisen, die wir unterstützen:
eine Ringvorlesung zu 40 Jahre Freie Schule Frankfurt, die Fragen nach Erziehung zur Mündigkeit, antiautoritärer Erziehung, der Möglichkeit von Inklusion und freien Schulen nachgeht.

Ringvorlesung 40 Jahre FSF
Alle Veranstaltungen finden im Raum IG 311, I.G.Farben-Campus der Universität Frankfurt, Grüneburgplatz 1, statt und werden unterstützt vom AStA der Universität Frankfurt und der Initiative Studierender am I.G.Farben-Campus. Eintrittspreis nach eigenem Ermessen.

Freie Schule Frankfurt, Vogelweidstraße 3, 60596 Frankfurt, http://www.freie-schule-frankfurt.de

https://www.facebook.com/events/1534775476765203/

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Workshop „Soziologie des Vernichtungslagers

Am 27.10. beginnt die Workshopreihe „Soziologie des Vernichtungslagers“, die dann immer montags, 18-20, im Jügelhaus H 8 stattfinden wird.

Die Initiative Studierender am IG Farben Campus wird in diesem Rahmen am 10.11. einen Workshop zu AUSCHWITZ III MONOWITZ organisieren.

hier die infos zur Workshopreihe:

Der Workshop stellt eine Veranstaltung des FB 3 dar im Rahmen des „Förderfonds Lehre“. In einer Folge von wöchentlichen Diskussionssitzungen stellen Studenten, externe Gäste und Hochschullehrer (FB 3) Perspektiven vor zum Thema nationalsozialistisches Vernichtungslager. Die soziologische Rahmung versteht sich nicht als gegebene theoretische Leitlinie, die es dazu ohnehin nicht gibt, da die Soziologie sich kaum damit beschäftigt hat. Vielmehr soll eine soziologische Perspektive erst erarbeitet werden in einer interdisziplinären Diskussion.

Konzeption und Leitung des Workshops: PD Dr.Ferdinand Zehentreiter (FB 3), stud.Hilfkräfte: Stud.Soz Jördis Spengler, Dipl.Soz Markus Jurk.workshop-soziologie-lager(1)

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Mythos „Trümmerfrauen“: Die Geschichte eines deutsch-deutschen Erinnerungsortes

* Der Raum für die Veranstaltung steht fest. Diese wird in Casino 1.801 auf dem IG Farben Campus stattfinden*
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25.11.2014, 18 Uhr: Casino 1.801, IG Farben Campus, Goethe-Universität Frankfurt.

Die „Trümmerfrau“ gehört zum festen Repertoire nahezu jeder historischen Darstellung der Nachkriegszeit, ganz gleich ob in TV- und Printmedien, in Schulbüchern oder in Ausstellungen der historischen Museen. Vor diesem Hintergrund spürt Leonie Treber in ihrem Vortrag dem Mythos der „Trümmerfrauen“ nach. Sie stellt dar, wie die Enttrümmerung der Städte stattgefunden hat und welche Rolle dabei den deutschen Frauen zukam. Davon ausgehend zeigt sie, wie der Mythos der „Trümmerfrau“ in der unmittelbaren Nachkriegszeit entstanden ist und mit welchen Bedeutungsinhalten er seitdem in BRD, DDR und dem wiedervereinten Deutschland aufgeladen wurde bzw. wird.

Leonie Treber ist Zeithistorikerin und hat 2013 an der Universität Duisburg-Essen promoviert. Die dabei entstandene Arbeit ist im Sommer 2014 im Klartext Verlag erschienen, unter dem Titel: Mythos Trümmerfrauen. Von der Trümmerbeseitigung in der Kriegs und Nachkriegszeit und der Entstehung eines deutschen Erinnerungsortes.

Kritischer Rundgang über den IG Farben Campus. Geschichte eines Kampfs um Aufarbeitung der Vergangenheit

Termine der Rundgänge der Initiative Studierender am IG Farben Campus:

26.09.2014, 13 Uhr
10.10.2014, 16 Uhr
21.10.2014, 18.30 Uhr

Treffpunkt ist jeweils im IG Farben Foyer.

Der Umzug der Frankfurter Universität vom Campus Bockenheim auf den Poelzigplansogenannten Campus Westend, ehemals Hauptverwaltung der IG Farbenindustrie AG, die in mehrfacher Weise an der Shoah beteiligt war, wurde von Anfang an von geschichtspolitischen Auseinandersetzungen zwischen Universität, Studierenden, Fritz Bauer Institut und Überlebenden des von der IG Farben betriebenen KZ Auschwitz III Monowitz begleitet.
Dass sich auf dem von uns IG Farben Campus genannten Gebiet heute Zeugnisse der Geschichte dieses Ortes finden, ist nicht etwa durch die Universität, sondern gegen sie durchgesetzt worden. Eingefordert und erzwungen werden sollte ein Umgang der Universität mit diesem Ort, der wenigstens in Ansätzen mit »Aufarbeitung der Vergangenheit« beschrieben werden kann; oftmals erfolglos. Wesentliche Forderungen wie die nach der Umbenennung des Grüneburgplatz in Nobert-Wollheim-Platz befinden sich erst jetzt, nach einem Jahrzehnt, in Umsetzung. Aber immerhin, so muss man sagen, gibt es mittlerweile einiges, was an die Geschichte der IG Farben erinnert.
Die Führung soll die wesentlichen Etappen dieses Kampfs um Aufarbeitung der Vergangenheit anhand einiger Orte auf dem IG Farben Campus rekonstruieren. Dabei soll sowohl die Architektur des IG Farben Hauses, die Teile der Dauerausstellung zur IG Farben AG, die Gedenkplatten sowie das Norbert-Wollheim-Memorial vorgestellt werden.

 

Die Rundgänge im Oktober finden im Rahmen der “mieten? Ja wat denn??”-Wochen statt.

Mitschnitte der Veranstaltungsreihe “Studieren nach Auschwitz”

Das Forum für kritische Wissenschaften dokumentiert seit einiger Zeit interessante, kritische Veranstaltungen in und um Frankfurt am Main.
Dort finden sich auch Mitschnitte von der Veranstaltungsreihe “Studieren nach Auschwitz”, die die Initiative Studierender am IG Farben Campus im Sommersemester 2013 organisierte. Mitschnitte gibt es von den Vorträgen zum ersten Mai 1933 von Nikolas Lelle und zur Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 von Johannes Rhein.

hier finden sich die Mitschnitte:

und hier findet sich die Homepage des Forum für kritische Wissenschaften:
fkw-ffm.tumblr.com

Resolution für die Umbenennung des Grüneburgplatzes in Norbert-Wollheim-Platz

Norbert Wollheim. Postkarte

Kurzfristig ist bekannt geworden, dass der Senat der Johann Wolfgang Goethe Universität sich am 18.06., also kommende Woche mit der seit 2004(!) bestehenden Forderung des Komitees der Überlebenden von Buna-Monowitz auseinandersetzen wird, den Grüneburgplatz vor dem IG-Farben-Haus in “Norbert-Wollheim-Platz” umzubenennen. Seit nunmehr 10 Jahren besteht diese Forderung gegenüber Stadt und Universität.

Mit dieser Petition möchten wir sowohl an den Senat der Johann Wolfgang Goethe Universität, als auch den Ortsbeirat Bockenheim / Westend appellieren, die Umbenennung durchzusetzen.
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